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Phnom Penh und on the road to Siem Reap (Michi)

Hallo ihr Lieben,

entschuldigt bitte, dass wir uns sooooo lange nicht mehr gemeldt haben, wir waren mal wieder nur auf Achse Da wir so viel zu berichten haben, werden wir das diesmal in zwei Teilen machen! Hier der erste Teil ueber Phnom Penh und unsere Erlebnisse dort sowie die Fahrt nach Siem Reap!

Angekommen in Phnom Penh sind wir erstmal was Essen gegangen Nach dem staendigen Reisessen in Vietnam haben wir uns erstmal einen leckeren Burger gegoennt und sind dann stotmuede in unsere Betten geplumbst. Am naechsten Tag sind wir gleich wieder freuh los um uns in Phnom Penh umzuschauen und die Killingfields und das beruechtigte Foltergefaegnis S-21 anzuschauen.

Unsererster Stop fuehrte uns zum Royal Palace und der Silberpadoge. Sehr beeindruckend!! So viel glaenzendes Gold und Silber!! Und der Koenig war sogar da, aber leider hat er sich uns nicht gezeigt

Viel spannender war jedoch der Besuch eines der vielen Killingfields von Kambodscha, etwas ausserhalb der Stadt. Dort wurden wurden waehrend der Herrschaft der rotern Khmer zwischen 1975 und 1979 Millionen Menschen hingerichtet, die Pol Pot als Gegner des Regimes betrachtete. In dieser kurzen Zeit wurde fast die gesamte Elite des Landes umgebracht (Lehrer, Professoren, Aerzte, Oppositionelle usw.) Pol Pot wollte einen kommunistischen Bauernstaat errichten und dabei waren ihm saemtliche gebildete Menschen im Weg. Wie viele Menschen genau in Choeung Ek umgebracht wurden ist nicht klar, aber es muessen tausdende gewesen sein. In einem Mausoleum wurden fast 9000!!!!! Schaedel der Opfer aufgeschichtet. Vor diesen vielen Totenkoepfen zu stehen war ein absolut beklemmendes Gefuehl. Unser Guide hat uns dann weiter durch das Gelaende gefuert. Ueberall waren noch die Massengraeber zu sehen. Aber nicht nur in diesen Graebern wurden die Menschen verscharrt sondern ueberall auf dem Gelaende. An vielen Stellen kommen immer noch heute Kleidungsstuecke und Knochen an die Oberflaeche. Dort wurden Maenner, Frauen und sogar Kinder umgebracht. Da den roten Khmer die Kugeln der Waffen zu schade waren, wurden die Menschen dort meist mit dem Stoecken, Aexten oder aehnlichem erschlagen. Die Babies wurden einfach gegen einen Baum geschleudert. Es ist wirklich kaum vorstellbar was dort vor gerade einmal 30 Jahren passiert ist! Das hat uns sehr beeindruckt und bewegt!!

Nach dem Besuch des Killingfields sind wir dann weiter in das bereuchtigte Foltergefaengnis S-21. Die ehemalige Schule wurde unter Pol Pot zu einem Gefaegnis umgebaut, wo tausende Menschen verhoert und gefoltert wurden, bevor sie auf den Killingfields getoetet wurden. Es war wirklich beindruckend durch diese unveranderten Raeume zu laufen, in denen teilweise sogar noch Blut auf dem Boden klebte. Ein ganzer Trakt des Gebeaudes wurde genutzt um die Fotos der unzaehligen gefolterten Menschen zu zeigen, viele davon sahen nicht aelter als 12 aus. Es ist wirklich nicht vorstellbar was Menschen anderen Menschen antun koennen! Wir waren tief bewegt und nicht nur einmal lief es uns kalt den Ruecken runter!! Auf dem Weg nach draussen haben wir uns erstmal eine Cola gekauf um den Kloss in unseren Haelsen runterzuspuelen. Dabei wurden wir von einem Mann angesprochen, der uns fragte, ob wir nicht ein Buch kaufen wollten. Erstmal waren wir eher genervt, da wir noch voellig unter dem Eindruck des eben gesehen standen. Dann aber haben wir erfahren, dass es sich dabei um das Buch von Bou Meng handelte. Er ist einer der nur 14!!! Ueberlebenden des Gefaengnisses und hat waehrend des Terrorregimes der roten Khmer seine Frau und Kinder verloren! Er war dort und hat unsere Buecher signiert und wir durften ein Foto mit ihm machen. Er ist wirklich ein beeindruckender Mann. Er hat dort soviel Leid erfahren, kommt aber trotzdem regelmaessig an diesen Platz zurueck um seine Geschichte zu erzaehlen und zu verhindern, dass die Menschen vergessen, was damals passiert ist. Diese Begegnung hat den vielen namenlosen Opfern ein Gesicht gegeben und uns tief bewegt.

 

Am naechsten Tag sind wir dann mit dem Bus nach Siem Reap gefahren! Eine sehr interessante Tour. Wir waren ausser zwei anderen Europaerinnen die einzigen Auslaender im ganzen Bus Der erste Stop eroeffnete uns eine ganz neue kulinarische Welt. Es gab  fritierte Kakerlaken, Maeuse oder zumindest etwas, was so aussah und zu unserem Horror auch Taranteln!!! Unsere Mitreisenden haben kraeftig eingekauft und sassen dann laut schmatzend um uns herum, waehrend wir leicht angeekelt versucht haben nicht hinzuschauen, wenn sich mal wieder jemand ein leckeres Tarantelbein in den Mund gesteckt hat!! Angekommen in Siem reap haben wir uns gleich um einen Guide und einen Fahrer fuer unsere Tour zu den Tempeln gekuemmert. Nach zwei Stunden vergeblichen Versuchens einen Flug online zu buchen (an dieser Stelle nochmal ein riesen dickes DANKE an Gisas Papa, der das dann, weiss der Himmel wie, von Deutschland aus hinbekommen hat) war dann auch schon an der Zeit was zu essen und ins Bett zu krabbeln, da am naechtsen Morgen um 3:30h ja schon der Wecker klingeln sollte!

 

to be continued...

 Danke an alle, die unseren Blog so eofrig verfolgen und die vielen lieben Kommentare!! Ihr seid super!!! Schicke euch allen eine dicke Umarmung und sonnige Gruesse!!!

21.1.11 13:06
 


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